Schaffen die Pandas bei Jong Genk den 1. Sieg in 2026?
Am Freitagabend nimmt die KAS Eupen auswärts bei Jong Genk den vierten Anlauf zum ersten dreifachen Punktgewinn im Sportjahr 2026. Nach dem 1:2 gegen Beveren, dem 2:3 in Lommel und dem 1:1 gegen Lokeren wollen die Pandas bei der U23-Mannschaft des KRC Genk eine gute Leistung bieten und sich diesmal auch mit einem Sieg belohnen.
Bruno Pinheiro: „Mit einem Sieg im Rennen bleiben für die Top-6“
„Wir wollen jedes Mal die drei Punkte holen, auch morgen bei Jong Genk. Inzwischen haben wir fünf Punkte Rückstand auf die Top-6 und es hängt nicht nur von unseren Ergebnissen ab, ob und wann wir in die Spitzengruppe zurückkehren. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir mit einem Sieg am Freitagabend im Rennen um die Play-off Plätze bleiben. Auch wenn Genk zuletzt einige Spiele verloren hat, stehen wir auch dort vor einer schweren Aufgabe und wir können nicht von einem Wunschgegner sprechen. Die gibt es nicht, und die jungen Spieler des KRC Genk haben sehr viel Qualität. Die haben wir auch, aber wir sind nicht konstant genug und kassieren zu viele Tore. Das müssen wir abstellen“, sagte Cheftrainer Bruno Pinheiro bei der Pressekonferenz am Vortag der Begegnung, die am Freitag ab 20:00 Uhr im Sportcentrum De Leunen von Geel ausgetragen wird.
Mustafa Mashaal rückt ins Aufgebot
Bei der Begegnung des 23. Spieltages der Challenger Pro League wird der katarische Mittelfeldspieler Mustafa Mashaal erstmals ins Aufgebot der KAS Eupen rücken. Bruno Pinheiro sagte, dass der Neuzugang jedoch kein Kandidat für die Startelf sei. Aufgrund ihrer Verletzungen können Gaëtan Hendrickx, Julian Renner und Théo Maréchal weiterhin noch nicht eingesetzt werden.
Gute Leistungen, Ergebnisse enttäuschend
Zu den enttäuschenden Ergebnissen der ersten drei Spiele im neuen Jahr sagte der Coach: „Die harte Kritik, die es dazu gab, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wir haben gegen Beveren, das absolute Top Team, zwar mit 1:2 verloren, hatten aber gute Chancen zum Ausgleich. In Lommel haben wir ein sehr gutes Spiel gezeigt, am Ende aber 3 Tore von außerhalb des Strafraums kassiert, zwei davon nach der 93. Minute, wobei ein Handspiel des Gegners im Strafraum nicht gepfiffen wurde. Und gegen Lokeren, eine Mannschaft, die jetzt seit 13 Spieltagen unbesiegt ist, holen wir ein Unentschieden. Da war auch Pech im Spiel, aber so ist Fußball. Ja, die Ergebnisse waren nicht so, wie wir sie uns erhofft haben, aber wir haben doch gezeigt, dass wir vom Spiel her konkurrenzfähig sind mit den besten Teams der Liga.“
Als „sehr interessant“ bezeichnete Bruno Pinheiro die Frage, warum sein Team einmal in Führung liegend zuletzt so ängstlich und wenig mutig agiert hat? Die Antwort des Trainers lautete: „Diese Kritik kann ich gut nachvollziehen. Zunächst einmal ist es logisch, dass die Mannschaft, die in Rückstand liegt, mit mehr Risiko spielt als die, die die führt. Hinzu kommt, dass die meisten Spieler in unserem Kader in den letzten Jahren viele Niederlagen erlitten haben und das merkt man ihnen an. Wenn wir in Führung liegen, ist die Angst, noch zu verlieren, grösser als der Wille, das Spiel gewinnen zu wollen. Dennoch stelle ich den Siegeswillen meiner Spieler nicht in Frage.“
„Habe mich den Fans aus Respekt und Verantwortung gestellt“
Von den Journalisten wurde Bruno Pinheiro auch auf die öffentliche Kritik von Seiten einiger Fans angesprochen. In seiner Antwort sagte der Trainer: „Zunächst möchte ich sagen, dass jeder Fan das Recht hat, den Trainer, die Mannschaft und den Club zu kritisieren. Dies dürfen die Fans auch äußern, jedoch erwarte ich von einem echten Fan, dass er die Mannschaft während des Spiels anfeuert und nicht auspfeift. Gerade dann, wenn es mal nicht gut läuft. Denn so schwächt man seine Spieler und sein Team, statt es zu unterstützen. Nach Spielende hingegen hat jeder das Recht, seinen Unmut zum Ausdruck zu bringen. Nach dem Spiel gegen Lokeren wurde mir Provokation vorgeworfen, weil ich zu den Fans gegangen bin und ihnen applaudiert habe. Lassen sie mich sagen: Wenn wir ein Spiel gewinnen, stelle ich mich nach dem Abpfiff beim Applaus der Fans in die zweite Reihe, hinter meine Spieler. Wenn wir verlieren, gehe ich meist vor die Spieler und applaudiere den Fans, die uns im Stadion unterstützt haben. Dies tue ich aus Respekt vor den Fans, und auch aus Verantwortung vor der Mannschaft. So war es auch am Dienstag nach dem Spiel gegen Lokeren. Dass einige dies als Provokation empfunden haben, tut mir leid, weil das absolut nicht meine Absicht war, im Gegenteil, ich habe mich den Fans und der Verantwortung gestellt. So und nicht anders sehe ich meine Rolle.“