PandArena: KAS Eupen konkretisiert Pläne für neues Stadion im Hohen Venn
Die KAS Eupen bestätigt heute offiziell die in den vergangenen Tagen kursierenden Medienberichte: Der Verein plant den Bau eines neuen Stadions und wird nach vielen Jahren seine Heimspiele künftig nicht mehr im Kehrweg austragen.
Im Zentrum der Planungen steht die sogenannte PandArena, ein innovatives Stadionprojekt, das auf dem Gelände hinter Mont Rigi im Hohen Venn entstehen soll. Der neue Eigentümer der KAS Eupen, Qatar Sports Investments (QSI), hat zu diesem Zweck das international bekannte Stadion 974 aus Doha erworben. Die modulare Containerstruktur, die bereits bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2022 im Einsatz war, wird derzeit demontiert und soll in den kommenden Monaten nach Ostbelgien transportiert werden.
Die PandArena ist mit einer Kapazität von rund 40.000 Zuschauern geplant und wird speziell an die klimatischen Bedingungen des Hohen Venns angepasst. Neben den charakteristischen Container-Tribünen ist unter anderem ein innovatives Dachsystem vorgesehen, das Schutz vor dem typischen Venn-Nebel bietet. Zusätzlich wird die äußere Gestaltung durch eine nachhaltige Moosdachverkleidung ergänzt, die sich harmonisch in die umliegende Natur einfügen soll.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Infrastruktur:
- Geplant ist eine neue Verkehrsanbindung zwischen Eupen und Mont Rigi, um eine reibungslose An- und Abreise zu gewährleisten.
- Ergänzend wird ein moderner Fahrradschnellweg entstehen, der eine umweltfreundliche Alternative für Fans und Besucher bietet.
- Rund 7.000 Parkplätze sollen nicht nur den Stadionbetrieb unterstützen, sondern auch zur Entlastung der Parksituation im Hohen Venn beitragen.
Darüber hinaus ist die Entwicklung eines nachhaltigen Unterkunftskonzepts vorgesehen. In den umliegenden Wäldern sollen hochwertige Holz-Lodges entstehen, die sowohl Fans als auch Touristen eine naturnahe Übernachtungsmöglichkeit bieten und die Region langfristig touristisch stärken gemeinsam mit der Tourismusagentur Ostbelgien VoG.
Im Sinne der Nachhaltigkeit geht der Verein zudem neue Wege bei der Rasenpflege: Künftig soll der Spielfeldrasen nicht mehr ausschließlich durch herkömmliche Rasenmäher gepflegt werden, sondern teilweise durch eine natürliche Beweidung mit Schafen erfolgen.
Weitere Details zur PandArena sowie zum genauen Zeitplan wird die KAS Eupen in den kommenden Wochen bekannt geben.