„Möchte dem Coach die Wahl so schwer wie möglich machen“

Vor dem Pokalspiel gegen Olympic Charleroi hat Robin Himmelmann seine erste Pressekonferenz bei der KAS Eupen gegeben. Der Torhüter, der vom FC St. Pauli zur KAS Eupen wechselte, wird aller Voraussicht nach heute Abend ab 17.00 Uhr sein erstes Spiel für die KAS Eupen bestreiten. Fragen der Journalisten, dazu die Antworten von Robin Himmelmann.

Wie fühlst du dich nach den ersten 10 Tagen in Eupen?

Sehr gut, ich hatte eine gute Eingewöhnung mit dem Team und auch die ersten guten Trainingseinheiten mit der Mannschaft. Jetzt freue ich mich auf die nächsten Tage und den Rest der Saison hier in Eupen.

Du stehst im Kader für das Pokalspiel gegen Olympic Charleroi, bist du bereit für dein erstes Match mit der KAS Eupen?

Absolut, ich bin hier super aufgenommen worden, fühle mich gut und körperlich fit, deshalb bin ich bereit für meinen Einsatz.

Du warst Sonntag schon mit dem Team in Gent, wie wichtig war das für dich und wie schätzt du nach diesem Spiel das Niveau der belgischen Pro League ein?

Es war auf jeden Fall gut und interessant, ein erstes Mal dabei gewesen zu sein, bei einem Auswärtsspiel mit der Mannschaft, so lernt man die Abläufe kennen. Im Großen Ganzen war es so, wie ich es kannte, es bleibt halt Fußball. Zum Spiel sei gesagt, dass es ein intensives Spiel auf einem schwer zu bespielenden Platz war. Nach dem, was ich dort gesehen habe, ist die belgische Pro League eine Liga in der mit hohem physischem Einsatz sehr intensiv gespielt wird.  Die Akteure sind gute Fußballspieler und das ergibt in meinen Augen eine spannende Mischung.

Dein Vertrag läuft bis zum 30. Juni dieses Jahres, gibt es einen Grund für diese kurze Laufzeit?

Nach 8½ Jahren mit einer guten und intensiven Zeit in Sankt Pauli, ist es für mich ein Neubeginn in einem unbekannten Kontext. Ich spiele in einem anderen Land, in einer anderen Liga und in einem anderen Club. Da kann es nicht falsch sein, wenn sowohl der Club als auch ich selbst schauen, wie es letztlich passt. So haben wir jetzt im Frühling Zeit und Gelegenheit, um in Ruhe abzuwägen, wie die weitere Zusammenarbeit aussehen könnte.

Mit der KAS Eupen wirst du das erste Spiel gegen Olympic Charleroi bestreiten, hattest du jemals zuvor etwas von diesem Club gehört?

Von Olympic Charleroi habe ich zum ersten Mal etwas gehört im Zusammenhang mit diesem Pokalspiel, das wir jetzt gegeneinander bestreiten. Für mich bekommt dieser Club jedoch schon eine besondere Bedeutung, da ich wahrscheinlich gegen Olympic Charleroi mein erstes Pflichtspiel für die KAS Eupen bestreiten werde. Das ist ein wichtiges Spiel und da spielt es auch keine Rolle, ob es ein Gegner aus der Pro League ist, oder eine Mannschaft aus der 3. Liga, der wir im Pokal begegnen.

Beim FC St. Pauli, warst die als Torwart die Nummer 1, jetzt stehst du in Eupen in Konkurrenz zu Theo Defourny. Wie siehst du diesen Zweikampf um die Nummer Eins im Tor der KAS Eupen

Klar war ich viele Jahre die Nummer 1 in St. Pauli und jetzt stehe ich vor einer großen Herausforderung mit vielen neuen Eindrücken in einem anderen Land, einer neuen Liga, jetzt sogar in einer ersten Liga. Das habe ich bewusst gewählt, um einen neuen Reiz zu setzen. Ich muss jetzt erst einmal in meinem neuen Umfeld ankommen und mich hier beweisen. Dazu muss ich tagtäglich hart arbeiten mit dem ganzen Team, mit der Torwarttruppe. Dabei geht es darum, mich täglich zu verbessern. Ich will alles tun, damit wir als Mannschaft bis zum Sommer erfolgreich sind und ich es dem Coach so schwer wie möglich mache, seine Wahl zu treffen.

Du kommst als deutscher Profi zu einem deutschsprachigen belgischen Club. Hat die Sprache bei deiner Wahl eine Rolle gespielt?

Die gemeinsame Sprache erleichtert zwar einiges, aber letztlich war das nicht ausschlaggebend für meine Entscheidung. Zwischenzeitlich gab es auch andere Kontakte, die sich aber nicht konkretisiert haben und so fiel die Wahl auf die KAS Eupen.

So oder so wird in der Mannschaft wenig deutsch gesprochen, in welchen Sprachen kannst du dich mit deinen Mitspielern verständigen?

Ich spreche deutsch und englisch, spanisch auch ganz ordentlich und im französischen verstehe ich auch Vieles. Schwerer fällt es mir, selbst französisch zu sprechen, dazu ist die Schulzeit schon etwas lange her. In der Tat sprechen zwar einige im Team deutsch, aber letztlich wird es eine Mischung von Sprachen sein, in denen man sich verständigt. Und die Hauptsache ist ja, dass man sich versteht, aber da sind wir aber – so wie ich das an den ersten Tagen hier mitbekommen habe – auf einem guten Weg.

Wie wichtig ist für dich die Kommunikation mit deinen Vorderleuten auf dem Platz?

Der Torwart sollte schon in steter Kommunikation mit seinen Vorleuten stehen und in einem vollen Stadion muss man da auch schon mal laut werden. Es ist wichtig, dass die Spieler auf dem Feld spüren, dass da noch einer hinter ihnen steht und man ihnen als Torwart ein gutes Gefühl gibt.