Ein spannendes Jahr in Elite 1

Nicolas Collubry, Jérôme Garnier, Rafael Diaz (Foto KASE-Archiv)

Foto: Nicolas Collubry, Jérôme Garnier, Rafael Diaz (Foto KASE-Archiv)

Die Jugendabteilung der KAS Eupen blickt auf eine außergewöhnliche Saison zurück. Wegen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus wurden die für die März-April-Mai angesetzten Play Off Spiele in der nationalen Elite Klasse annulliert. Zuvor hatten die Jugendteams der KAS Eupen erstmals eine Meisterschaft in der Elite 1 bestritten und sich mit den stärksten Jugendteams des Landes gemessen.

„Für unsere Mannschaften war das nicht nur eine Premiere, sondern auch eine große Herausforderung, bei der wir naturgemäß viele Niederlagen hinnehmen mussten. Dennoch waren die Elite 1 und die wöchentliche Konfrontation mit den Top-Jugendmannschaften Belgiens ein guter Kontext, um unsere Spieler weiter zu entwickeln“, berichtet Nicolas Collubry, der sportliche Leiter der KAS-Jugendabteilung.

In der Zwischensaison 2019 hatte die Lizenzkommission des belgischen Fußballverbandes die Jugendteams der KAS Eupen erstmals der höchsten Kategorie Elite 1 zugeteilt. Neben sportlichen Kriterien sind hier unter anderem auch die Anstrengungen der Vereine im Bereich der Jugendarbeit sowie die Qualifikation der Trainer entscheidend für die Einteilung der 24 Profi Clubs in die Gruppen Elite 1 und Elite 2. Ende Mai wird die Lizenzkommission erneut entscheiden, welche 12 Clubs in Elite 1 und 2 spielen werden. Im Vorfeld dieser Entscheidung bietet sich ein Rückblick auf die verkürzte Saison in Elite 1 mit den Jugendkoordinatoren der KAS Eupen an. Neben Nicolas Collubry, zuständig für die Mannschaften U13 bis U18, sind dies Rafael Diaz (U7-U9) und Jérôme Garnier (U10-U12).

Rafael Diaz: „Gute Freundschaftsspiele gegen Top-Clubs geliefert“

„Im Spiel 5 gegen 5, das die jüngsten Spieler von den U7 bis U9 betreiben, werden noch keine Meisterschaften mit Tabellenstand bestritten und der Fokus liegt weniger auf dem Resultat. Dennoch haben wir bei den Freundschaftsspielen gegen große Clubs wie Genk, Standard oder Charleroi gezeigt, dass wir auch gegen solche Gegner gut mithalten können. Unsere Mannschaften und die Einzelspieler haben sich gut entwickelt, was in diesem Alter das Wichtigste ist. Diese Entwicklung führe auf die gute Arbeit unserer Ausbilder, den Einsatz unserer Spieler und die Qualität unserer Gegner aus Belgien und Deutschland zurück. All das hat zur Folge, dass immer bessere Spieler aus der gesamten Provinz Lüttich bei der KAS Eupen spielen, was zu einer weiteren Steigerung der Qualität unserer Mannschaften führen wird“, bilanziert Rafael Diaz, der Koordinator für die U7 bis U9-Mannschaften der KAS Eupen.

Jérôme Garnier: „Nach und nach an den Rhythmus gewöhnt“

Auch Jérôme Garnier, verantwortlich für die Altersklassen U10 bis U12, wo im 8 gegen 8 gespielt wird, blickt zufrieden auf die Saison 2019-2020 zurück. „Wir profitieren natürlich von der guten Basisarbeit, die in den jüngsten Jahrgängen hier im Club geleistet wird, und übernehmen Kinder, die schon richtig gut Fußball spielen. In der Altersklasse U11 bis U12 bestreiten wir schon eine komplette Meisterschaft gegen die anderen Clubs der Elite 1, allerdings wird hier noch keine Tabelle geführt. Natürlich haben wir die meisten Spiele verloren, doch unsere Spieler haben in den Spielen mit so starken Gegnern viel gelernt. Das ist in der 2. Saisonhälfte deutlich geworden, wo wir gegen Clubs, die uns beim Hinspiel noch klar überlegen waren, in der Rückrunde schon viel besser mithalten konnten. Somit können wir sagen, dass es von den Ergebnissen her eine schwierige Saison für uns war, die uns allerdings im Hinblick auf die Ausbildung unserer Spieler gut voran gebracht hat. Es war somit ein weiterer Schritt nach vorne.“

Nicolas Collubry: „Waren gespannt auf die Play Offs“

Mit dem Jahrgang der U13 erfolgt der Übergang in die Altersklassen, wo sich die Jugendlichen an die Wettkampfpraxis gewöhnen müssen und sich der Verlauf der Meisterschaft auch in einer Tabelle wider spiegelt, die Woche für Woche aktualisiert wird. „Natürlich haben wir angesichts der Stärke unserer Gegner viele Niederlagen einstecken müssen und es war kein leichtes Jahr für unsere Teams von den U13 bis U18“, berichtet Nicolas Collubry. „Doch gerade aus den eigenen Fehlern lernt man am meisten, insofern sollten wir das Positive aus unserer ersten Meisterschaft in der Elite 1 festhalten.“

Im Klassement der Altersklassen U15/U16/U18 musste die KAS Eupen mit einem Platz im unteren Tabellendrittel (9 bis 12) vorlieb nehmen und wurde der Play Off 2-Gruppe zugeteilt. „Wir waren gespannt auf diesen  erneuten Vergleich, mit 4 Clubs von Elite 1 und den vier besten Clubs von Elite 2.  Es ist schade aber auch verständlich, dass diese Play Offs angesichts der Coronakrise annulliert werden mussten. So richtet sich unsere Blick ab sofort nach vorne auf die Vorbereitung der neuen Saison und die Entscheidung der Lizenzkommission mit der Einteilung der 24 Proficlubs in die Gruppen Elite 1 und Elite 2“, schlussfolgert Nicolas Collubry