Covid-Sorgen bei der KAS Eupen

Zahlreiche Corona-Infektionen im Kreis der Mannschaft haben die Vorbereitungen der KAS Eupen auf das Meisterschaftsspiel vom kommenden Sonntag, dem 16. Januar um 16.00 Uhr gegen Cercle Brügge geprägt. Die von der Pro League angeordneten PCR-Tests zur Wochenmitte haben ergeben, dass momentan 14 Spieler aus dem Profi Kader sowie zwei Mitglieder des Trainerstaffs positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Sie befinden sich seither in Quarantäne.

Spielverlegung abgelehnt

Die KAS Eupen hat bei der Pro League eine Verschiebung des Spieltermins beantragt, die jedoch nicht bewilligt wurde. Die Pro League begründet ihre Entscheidung mit dem Hinweis, dass sich unter den infizierten Spielern der KAS Eupen keine sieben Spieler befinden, die bislang ein Drittel aller Spielminuten absolviert haben.

Kristoffer Andersen: „Corona-Nachricht hat das Team hart getroffen“

In Vertretung für Chefcoach Stefan Krämer hat Assistenztrainer Kristoffer Andersen bei der Pressekonferenz im Vorfeld der Begegnung zwischen der KAS Eupen und Cercle Brügge die Fragen der Journalisten beantwortet: „Die Vorbereitung auf das Spiel gegen Cercle war alles andere als ideal. Das geplante Trainingslager in Doha musste ausfallen und wir haben in Eupen bei Kälte und Frost so gut es ging trainiert. Die Nachricht von den Coronafällen im Team hat uns hart getroffen, aber auch damit müssen wir fertig werden und uns bei den letzten Trainingseinheiten am Freitag und Samstag auf die Partie gegen einen Gegner, der einen richtig guten Lauf hat vorbereiten. Sorgen bereitet uns in diesem gesamten Kontext, dass einige unserer genesenen Spieler eine Woche lang in Quarantäne waren und nicht trainieren konnten, was natürlich ein gewisses Verletzungsrisiko beinhaltet.“

Cercle zuletzt 15 auf 18

Cercle Brügge hat aus den letzten sechs Meisterschaftsspielen 15 von 18 möglichen Punkten geholt und sich aus der Abstiegszone befreit. Vor der Begegnung des 22. Spieltages in Eupen belegen die KAS Eupen und Cercle Brügge mit jeweils 25 Punkten die Plätze 12 und 11.

Andreas Beck: „Hätte mir mehr Fingerspitzengefühl erhofft“

Aus dem Kreis der KAS-Profis stand Andreas Beck den Journalisten am Freitagmittag Rede und Antwort und äußerte sich zur Personalsituation im Team der KAS Eupen: „Auch wenn das Spiel laut Reglement der Pro League stattfinden muss, hätte ich mir etwas Fingerspitzengefühl in dieser Frage erhofft. Wir haben ja nicht nur 14 Infizierte, die nicht mitspielen können, wir haben auch noch unseren Torhüter Manaf Nurudeen, der beim Afrika-Cup ist, Isaac Nuhu und Leonardo Rocha, die verletzt sind, und darüber hinaus 5 Spieler, die letzte Woche wegen Corona in Quarantäne waren und nicht trainieren konnten. Das ist alles schon sehr viel für eine Mannschaft, die eigentlich alle Mann an Bord haben muss, um eine Siegchance zu haben. Aber, wir respektieren natürlich die Entscheidung der Pro League und werden alles geben, auch wenn wir in meinen Augen wohl kaum konkurrenzfähig sein können.“

Aufgrund der herausfordernden Corona Lage in der sich die Mannschaft aktuell befindet, hat sich die KAS Eupen entschieden keinen Kader zu kommunizieren.

Ohne Zuschauer im Stadion, aber in TV und Pandaradio

Aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen müssen alle Spiele der Pro League bis zum 28. Januar ohne Zuschauer stattfinden. Im Fernsehen wird die Partie aus dem Kehrweg-Stadion von Eleven Sports übertragen. Auch das Pandaradio ist am Sonntag wieder live vor Ort  und wird die Fans der KAS Eupen über den Verlauf der Partie gegen Cercle Brügge auf dem Laufenden halten.