„Bislang gute Leistungen und noch Steigerungspotential“

Bislang zehn Spiele hat die KAS Eupen in dieser Saison der Pro League bestritten und dabei 11 Punkte geholt. Nach 2 Siegen, 5 Unentschieden und 3 Niederlagen belegt das Team von Beñat San José vor dem Heimspiel gegen Waasland-Beveren am kommenden Samstag um 18.30 Uhr in der Tabelle Platz 13. Eine Zwischenbilanz im Gespräch mit KAS-Sportdirektor Jordi Condom.

Schauen wir zunächst auf die Zahlen: 11 Punkte aus 10 Spielen, wie beurteilen Sie dieses Ergebnis?

Mit einem Punkt pro Spiel schafft man in der Regel den Klassenerhalt, somit wären wir wahrscheinlich mit diesem Zwischenergebnis in den letzten Jahren zufrieden gewesen. Jetzt sind wir mit unseren 11 Punkten aber nicht ganz zufrieden, denn aufgrund der gezeigten Leistungen, hätten wir durchaus den einen oder anderen Punkt mehr holen können. Und es ist ja auch unser Ziel, mehr als einen Punkt pro Spiel zu holen.

Wie beurteilen Sie denn die bislang von der KAS Eupen gezeigten Leistungen?

In diesem Punkt bin ich stolz auf unsere Mannschaft. Bei uns hat es ja viele Veränderungen im Team gegeben und einige Spieler sind erst spät zu uns gestoßen. Die Mannschaft musste ganz neu formiert werden und die Spieler müssen zueinander finden. Vor diesem Hintergrund ist unsere Leistung bemerkenswert, denn wir waren bei fast allen Spielen gleichwertige Gegner. Selbst beim 0:4 in Genk, gegen einen der großen Clubs der Liga, der ganz andere Möglichkeiten hat als wir, haben wir über weite Strecken gut mitgehalten, auch wenn das Ergebnis uns natürlich überhaupt nicht zufriedenstellen kann.

Welche positiven Punkte können Sie bislang festhalten?

Die Art und Weise, wie unsere Mannschaft auftritt und ihr Spiel macht. Wir haben ein Konzept, das die Mannschaft durchzieht und schon sehr gut verinnerlicht hat. Außerdem haben sich die meisten unserer Spieler seit Saisonbeginn individuell verbessert und das ist ein Zeichen dafür, dass in der Mannschaft Potential steckt und auch die Mannschaft sich noch weiter steigern kann.

Was bedauern Sie?

Es gibt nichts, was ich im Nachhinein bedaure, denn die Dinge sind nun mal, wie sie sind und sie sind für alle Clubs gleich. Fakt ist, dass einige wichtige Spieler erst spät zu uns gekommen sind. Dadurch haben wir vermutlich einige Punkte verloren, weil die Abstimmung innerhalb der Mannschaft noch nicht zu 100% perfekt lief. Und, je mehr Punkte du hast, umso leichter ist es das Team zu formieren, weil man ganz einfach mit mehr Selbstvertrauen spielt. Doch ich sehe unsere Mannschaft auf einem guten Weg, weil wir Tag für Tag hart arbeiten, damit auch die kleinen Details stimmen, die manchmal darüber entscheiden, ob du gewinnst oder verlierst.

Die KAS Eupen hat bislang meist gut gespielt, Schwachpunkt war allzu oft die fehlende Effizienz vor dem Tor des Gegners. Wie lässt sich dieses Manko abstellen, kann man Effizienz erarbeiten? 

Ja, auch die Effizienz lässt sich durch die Trainingsarbeit verbessern, indem man an der Technik arbeitet. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Selbstvertrauen, und das kommt mit der Zeit und mit weiteren Punkten, die wir hoffentlich schon bald noch holen. Da bin ich zuversichtlich, weil die Mannschaft ja gut spielt und sich Chancen erarbeitet, wenn das nicht der Fall wäre, dann hätten wir ein Problem.

Was erwarten Sie vom weiteren Verlauf der Saison?

Ich gehe davon aus, dass die Mannschaft weiter zusammen wachsen wird und wir von der guten Arbeit des Trainerstaffs und der Spieler profitieren werden. Die Automatismen werden noch verbessert werden genauso wie das Verständnis und die Abstimmung zwischen den einzelnen Spielern, somit werden wir uns praktisch zwangsläufig weiter steigern.

Vor dem Start in die Saison hatten Sie das Ziel ausgerufen, die beste Saison in der Geschichte des Clubs bestreiten zu wollen. Bleibt es dabei?

Selbstverständlich. Unsere Mannschaft befindet sich noch im Aufbau, doch wir haben gute und erfahrene Spieler in unserem Team, über kurz oder lang werden wir uns für unsere Arbeit belohnen. Es sind noch viele Punkte zu vergeben und ich gehe davon aus, dass wir nach Weihnachten schauen können, ob wir vielleicht noch höhere Ziele anstreben können. Ich sehe uns auf einem guten Weg, den wir jedoch Schritt für Schritt machen sollten. Der nächste wichtige Schritt ist das Heimspiel gegen Waasland am Samstagabend. Hier müssen wir alles daran setzen, dieses schwierige Spiel zu gewinnen. Denn drei zusätzliche Punkte würden unsere Ausgangslage natürlich deutlich verbessern und unser Selbstvertrauen stärken. Doch erst einmal müssen wir das Spiel gewinnen, was nicht selbstverständlich ist, denn der Gegner kämpft um den Klassenerhalt.